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Evel Knievel: Stunts, Knochenbrüche, Vermögen und Tod

Niklas Florian Bauer Wolf • 2026-06-27 • Gepruft von Sofia Wagner

Evel Knievel war ein Mythos zu Lebzeiten, ein Showman, der die Grenzen des Möglichen austestete – und dabei über 400 Knochen brach. Dieser Artikel zeichnet ein differenziertes Bild des legendären Stuntman.

Geboren: 17. Oktober 1938 in Butte, Montana · Gestorben: 30. November 2007 in Clearwater, Florida · Alter bei Tod: 69 Jahre · Knochenbrüche: 433 (laut Eigenaussage) · Größter Stunt: Snake-River-Canyon-Sprung (1974) · Vermögen bei Tod: ca. 2 Millionen US-Dollar (geschätzt)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Exakte Anzahl der Knochenbrüche (433 berichtet, nicht unabhängig verifiziert) (Sky HISTORY (Dokuserie))
  • Vermögen bei Tod nur geschätzt auf ca. 2 Mio. USD (Britannica)
  • Gesamtzahl aller durchgeführten Stunts nicht abschließend belegt
  • Letzte Worte nicht offiziell bestätigt
3Zeitleisten-Signal
  • 1965: erster öffentlicher Stunt (EBSCO Research Starters (akademische Datenbank))
  • 31.12.1967: Caesars-Palace-Sprung mit schwerem Sturz (Britannica)
  • 8.9.1974: Snake-River-Canyon mit Dampfrakete (Britannica)
  • 1975: Sprung über 13 Busse im Wembley-Stadion (Sky HISTORY)
4Wie es weitergeht
  • Knievels Vermächtnis lebt durch Merchandising und Dokumentationen weiter
  • Sohn Robbie führte die Stunt-Tradition fort, starb 2023 (Britannica)
  • Der Name Evel Knievel bleibt Synonym für Wagemut und Risiko

Die wichtigsten Daten im Überblick:

Vollständiger Name Robert Craig „Evel“ Knievel Jr.
Geburtsdatum 17. Oktober 1938
Geburtsort Butte, Montana, USA
Todesdatum 30. November 2007
Todesursache Diabetes und idiopathische Lungenfibrose
Größter Stunt Snake-River-Canyon-Sprung (1974)
Anzahl Knochenbrüche 433 (laut Eigenaussage)
Name des Sohnes Robbie Knievel

Warum war Evel Knievel so berühmt?

Der Widerspruch

Evel Knievels Ruhm speiste sich aus beidem: den erfolgreichen Sprüngen und den spektakulären Stürzen. Er war kein perfekter Stuntman, sondern ein verletzlicher Held – und genau das machte ihn zum Star.

Knievel revolutionierte die Kunst der öffentlichen Selbstinszenierung. Die offizielle Gedenkseite (EvelKnievel.com) beschreibt, wie er aus Provinz-Shows ausverkaufte Stadionevents machte – durch eine Mischung aus Prahlerei, Entschlossenheit und Werbe-Genius. Seine Shows wurden zu Massenphänomenen, die Menschenmassen anzogen.

Der Wendepunkt: Der Caesars-Palace-Sprung am 31. Dezember 1967, bei dem er die Springbrunnen des Hotels überwinden wollte. Britannica (Biografie-Enzyklopädie) berichtet von einem Schädelbruch und einem Koma. Der Sturz, nicht der Erfolg, machte ihn über Nacht zur Legende.

Was waren seine bekanntesten Stunts?

  • Caesars Palace (1967) – schwerer Sturz, aber medialer Durchbruch (Biography.com (Promi-Porträt))
  • Snake River Canyon (1974) – Versuch mit einer Dampfrakete (Britannica)
  • Wembley-Stadion (1975) – Sprung über 13 Busse (Sky HISTORY)

Wie begann seine Karriere als Stuntman?

Laut EBSCO Research Starters (akademische Datenbank) begann seine öffentliche Stuntkarriere 1965, als er eine Truppe namens “Evel Knievel’s Motorcycle Daredevils” gründete. Zuvor hatte er unter anderem als Bergmann und Versicherungsvertreter gearbeitet – und war mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

Das Muster: Knievels Ruhm beruhte weniger auf makellosen Erfolgen als auf der Mischung aus Risiko, Selbstvermarktung und der Fähigkeit, aus Misserfolgen noch größere Aufmerksamkeit zu ziehen.

Was war Evel Knievels größter Stunt?

Viele Experten sehen den Snake-River-Canyon-Sprung am 8. September 1974 als den ikonischsten Stunt. Britannica und Sky HISTORY stimmen darin überein: Der Sprung über die 488 Meter breite Schlucht im US-Bundesstaat Idaho war der Höhepunkt seiner Karriere.

Doch der Stunt scheiterte: Die Dampfrakete “Skycycle” stürzte kurz nach dem Start in die Schlucht. Dennoch wurde Knievel als Held gefeiert, weil er es gewagt hatte.

Wie verlief der Snake-River-Canyon-Sprung?

  • Datum: 8. September 1974
  • Fahrzeug: “Skycycle” – eine dampfbetriebene Rakete (Britannica)
  • Ergebnis: Rakete stürzte ab, Knievel überlebte dank Fallschirm (Britannica)
  • Medienecho: Millionen sahen die Übertragung im Fernsehen

Welche anderen spektakulären Sprünge gab es?

Neben dem Canyon-Sprung gilt der Caesars-Palace-Jump (1967) als sein berühmtester Stunt – weniger wegen des Erfolgs, sondern wegen des schweren Sturzes. Britannica bezeichnet ihn als möglicherweise berühmtesten Stunt, weil der Zusammenprall mit dem Boden ihn für immer zeichnete.

Der Trade-off: Knievels größte Stunts waren gleichzeitig seine riskantesten – das Risiko war Teil der Show, die das Publikum hypnotisierte.

Wie viele Knochen brach Evel Knievel tatsächlich?

Die ungesicherte Zahl

Die vielzitierte Zahl von 433 Knochenbrüchen stammt von Knievel selbst und wurde nie unabhängig bestätigt. Viele Nachrufe und Porträts übernehmen sie dennoch – ein Beispiel dafür, wie der Mythos die Fakten überlagert.

Laut Sky HISTORY erlitt Knievel während seiner Karriere mehr als 433 Knochenbrüche. Biography.com zählt mehr als 75 Ramp-to-Ramp-Sprünge, bei denen er immer wieder stürzte.

Wie viele Knochenbrüche sind dokumentiert?

Die 433 Brüche sind eine Eigenaussage. Monster Army (Nachrichtenportal) berichtet, dass Knievel nach einem etwa dreijährigen Kampf mit idiopathischer Lungenfibrose starb, macht aber keine unabhängige Angabe zu den Brüchen. Medizinische Unterlagen liegen nicht öffentlich vor.

Welche Verletzungen waren die schwersten?

  • Caesars Palace (1967): Schädelbruch, Koma, zertrümmertes Becken, Oberschenkelbruch, Brüche an beiden Knöcheln und am Handgelenk (Biography.com)
  • Weitere Stürze führten zu monatelangen Krankenhausaufenthalten
  • Aufnahme ins Guinness-Buch der Rekorde für die meisten Knochenbrüche

Die Einschränkung: Obwohl die Zahl nicht verifiziert ist, zeigt die Liste der dokumentierten Verletzungen, dass Knievels Körper ein einziges medizinisches Fallbeispiel war – und er dennoch immer wieder aufs Motorrad stieg.

Wie viel war Evel Knievel wert, als er starb?

Britannica schätzt sein Vermögen bei Tod auf etwa 2 Millionen US-Dollar – eine vergleichsweise bescheidene Summe für einen Weltstar. In den 1970er Jahren hatte Knievel Millionen verdient, aber durch riskante Geschäfte, Scheidungen und einen aufwändigen Lebensstil wieder verloren.

Hat er sein Vermögen durch Stunts verloren?

Knievel meldete in den 1980er Jahren Insolvenz an. Britannica führt dies auf hohe Kosten für die Stunts, medizinische Rechnungen und rechtliche Auseinandersetzungen zurück. Seine Einnahmen aus Merchandising und Lizenzgebühren waren jedoch bedeutend – Spielzeugfiguren, Action-Figuren und Bekleidung machten ihn zum Merchandising-Pionier.

Welche Einnahmequellen hatte er?

  • Auftrittsgagen für Stunts und Shows
  • Merchandising: Action-Figuren, Sammelkarten, T-Shirts (Britannica)
  • Lizenzgebühren für Filme und Dokumentationen
  • Auftritte als Redner oder in Werbespots

Der ökonomische Widerspruch: Knievel war zeitweise der bestbezahlte Stuntman der Welt, starb aber mit einem nur durchschnittlichen Vermögen. Sein Geld floss in den Mythos, den er selbst erschaffen hatte.

War Evel Knievel ein guter Mensch?

Die Frage ist komplex. Britannica dokumentiert eine kriminelle Jugend mit Diebstählen und Gefängnisaufenthalten. Doch gleichzeitig galt er als liebender Vater, der seinen Sohn Robbie förderte, und er engagierte sich wohltätig für Krankenhäuser.

Welche Kontroversen begleiteten sein Leben?

  • Jugendliche Straftaten: Diebstähle, Einbrüche (Britannica)
  • Gewalttätige Auseinandersetzungen, unter anderem mit einem Journalisten
  • Finanzielle Unregelmäßigkeiten und Insolvenz

Wie war sein Verhältnis zu Familie und Freunden?

Sein Sohn Robbie Knievel (Britannica) trat in seine Fußstapfen und äußerte sich zeitlebens respektvoll über seinen Vater. Die offizielle Seite (EvelKnievel.com) betont seine wohltätigen Spenden.

Das Paradox: Evel Knievel war weder durchgehend gut noch durchgehend böse. Er war ein Mensch voller Widersprüche – und genau das machte ihn für Millionen faszinierend.

Fazit: Evel Knievel war ein Held und ein Gesetzloser, ein Genie der Selbstvermarktung und ein finanziell unvorsichtiger Abenteurer. Für Fans seiner Stunts bleibt er eine unerreichte Ikone; für Kritiker ein Beispiel für die Kehrseite des Ruhms.

Zeitleiste der wichtigsten Ereignisse

Die folgende Tabelle fasst die Chronologie zusammen:

Datum Ereignis
17. Oktober 1938 Geburt in Butte, Montana (Britannica)
1965 Erster öffentlicher Stunt – Sprung über Kisten und Klapperschlangen (EBSCO)
31. Dezember 1967 Caesars-Palace-Sprung – schwerer Sturz, Koma (Britannica)
8. September 1974 Snake-River-Canyon-Sprung mit Dampfrakete (Britannica)
1975 Sprung über 13 Busse im Wembley-Stadion (Sky HISTORY)
1977 Letzter professioneller Sprung und Rücktritt
30. November 2007 Tod in Clearwater, Florida (Britannica)

Bestätigte Fakten

  • Geburts- und Todesdatum (Britannica)
  • Snake-River-Canyon-Sprung am 8. September 1974 (Britannica)
  • Todesursache: Diabetes und idiopathische Lungenfibrose (EvelKnievel.com)
  • Sohn Robbie Knievel (Britannica)

Was unklar ist

  • Genaue Anzahl der Knochenbrüche (433 berichtet, nicht unabhängig verifiziert)
  • Exaktes Vermögen bei Tod (Schätzung 2 Mio. USD)
  • Anzahl aller durchgeführten Stunts
  • Letzte Worte nicht offiziell bestätigt

Stimmen über Evel Knievel

„Evel Knievel made the leap from rural county fairs to sold-out stadiums through a unique combination of bravado, determination, and promotional genius.“

– EvelKnievel.com (offizielle Gedenkseite)

„Knievel died on November 30, 2007, at the age of 69 due to diabetes and idiopathic pulmonary fibrosis.“

– Britannica (Biografie-Enzyklopädie)

„hubris-fueled downfall“ (Charakterisierung)

– IMDB-Dokumentation „I Am Evel Knievel“

Das Echo: Die Zitate zeigen einen Mann, der von sich selbst überzeugt war – und dessen Fall ebenso spektakulär war wie seine Sprünge.

Evel Knievels Leben war ein einziger Drahtseilakt zwischen Genie und Wahnsinn, zwischen Ruhm und Ruin. Für die deutsche Leserschaft, die mit dem amerikanischen Mythos oft nur über Filme und Spielzeug in Berührung kommt, ist die Botschaft klar: Hinter der Legende verbirgt sich ein komplexer Mensch, der die Risiken, die er einging, nicht immer unter Kontrolle hatte – aber genau das machte ihn unvergesslich.

Verwandte Beiträge: Florence Foster Jenkins: Krankheit, Wahrheit und Vermächtnis · Michael Dudikoff: Biografie, Filme & Vermögen

In der englischen Version findet sich eine detaillierte Darstellung von Evel Knievels Stunts und Vermächtnis, die die spektakulären Sprünge und die komplizierte Persönlichkeit des Stuntmans beleuchtet.

Häufig gestellte Fragen

Was waren Evel Knievels letzte Worte?

Es gibt keine offiziell bestätigten letzten Worte. Verschiedene Quellen berichten von einem letzten Treffen mit der Familie, aber konkrete Worte sind nicht dokumentiert.

Wer ist Robbie Knievel?

Robbie Knievel (geb. 1962, gest. 2023) war der Sohn von Evel Knievel und folgte ihm als Stuntman. Er absolvierte über 200 Sprünge, darunter auch den Snake-River-Canyon im Jahr 2016. (Britannica)

Welches Motorrad fuhr Evel Knievel?

Evel Knievel fuhr vor allem Harley-Davidson-Motorräder. Sein bekanntestes Modell war eine Harley-Davidson XR-750, mit der er viele seiner Sprünge absolvierte.

Was war Evel Knievels Todesursache?

Er starb an den Folgen von Diabetes und idiopathischer Lungenfibrose. (EvelKnievel.com)

Wie viele Stunts absolvierte Evel Knievel?

Britannica spricht von mehr als 300 Sprüngen, Biography.com nennt mehr als 75 Ramp-to-Ramp-Sprünge. Eine genaue Gesamtzahl ist nicht bekannt.

Welche Auszeichnungen erhielt Evel Knievel?

Er wurde unter anderem in die Motorcycle Hall of Fame aufgenommen und erhielt einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Sein Name steht im Guinness-Buch der Rekorde für die meisten Knochenbrüche.



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